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Starnberger Merkur vom 27.08.2025

Windräder in Gefahr?

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Starnberger Merkur vom 27.08.2025. ©Merkur

Kommentar

(fih) Nein, nicht Windräder sind in Gefahr, der Wald und die einzigartige Landschaft Oberbayerns sind bedroht. Sie werden bedroht durch eine vernunftwidrige Energiepolitik, die ohne Subventionen nicht funktioniert, die die Stromkosten in die Höhe treibt, mit der Versorgungssicherheit ohne massive Zusatzaufwendungen in Speicher und Backupinfrastruktur nicht im Ansatz erreichbar ist und die zu allem Überfluss auch noch die Natur zerstört.

Normalerweise wird die Regierung kritisiert, wenn sie unwirtschaftlich handelt und das Geld der Steuerzahler verschleudert. Letzteres hat die Ampelregierung mit den Subventionen für Windräder an Schwachwindstandorten ausgiebig getan. Sie hat damit Anreize gesetzt, WKA auch dort zu bauen, wo sie mangels wirtschaftlicher Erträge ansonsten nie errichtet werden würden. Kommunal- und Landkreispolitiker haben das Angebot – offenbar nach dem Prinzip, „das Geld anderer Leute ist uns stets willkommen“ – gerne aufgegriffen. Vize-Landrat Bußjäger setzt noch einen drauf und kritisiert Berlin nun dafür, dass man sich dort besinnt und die Praxis der unwirtschaftlichen Schwachwind-Subventionen auf den Prüfstand stellt, was man bei vernünftigem Ermessen nur begrüßen kann.

Die Energiewende wird nur dann gelingen, wenn dabei insbesondere Versorgungssicherheit und Kosteneffizienz im Zentrum stehen und der resultierende Energiepreis für Wirtschaft und Verbraucher bezahlbar bleibt. Subventionen für Schwachwind sind mit diesen Zielen nicht vereinbar, weil damit die Gesamtkosten nach oben getrieben werden und dennoch nicht die nötige sichere Stromversorgung erreicht wird.

Die von Herr Bußjäger geäußerte Vermutung, die AfD würde von der Verunsicherung bezüglich des möglichen Endes der widersinnigen Schwachwind-Subventionen profitieren, darf man getrost ins Reich der Fabel verweisen. Das Gegenteil ist richtig, da die AfD – leider als einzige Partei – für eine wirtschafts- und verbraucherfreundliche Energiepolitik mit Bodenhaftung eintritt und daher die Subventionen für die oberbayrischen Schwachwindstandorte konsequent ablehnt. Tatsächlich besteht die Verunsicherung wohl bei jenen, die gerne an den Subventionen verdienen würden und die nun Sorge haben, dass sie bei einem Ende des Referenzertragsmodells ihre schöne, auf Kosten des Steuerzahlers garantierte Rendite buchstäblich „in den Wind schreiben“ müssen.


Querverweise:

Grafik Die Lehren aus dem gescheiterten Gautinger Windkraftprojekt
(Link auf den Offenen Brief an die Gemeinde)